Erfahrungsbericht Dynaudio AIR 15 Abhör-Monitorlautsprecher

31. März 2012

Momentan stehen in unserem Controlroom die Genelec 1038B Hauptabhöre und ein pärchen Dynaudio AIR15. Die AIR Lautsprecher haben unsere alten 1031 ersetzt. Ich habe die 1031 vorher lange benutzt, immer wieder ist mir aufgefallen, dass das Mischen durch diese LS zu einem eher tendenziell dumpfen und etwas langweiligen Klangbild geführt hat. Im Nachhinein betrachtet klingt der 1031 Monitor einfach zu “gut”. Da wir aber mittlerweile mit extrem unterschiedlichen Musikstilen unterwegs sind(Jazz, Rock, Metal, elektronische Musik etc.) konnte wir uns einfach nicht mehr nur auf die Erfahrung in Zusammenhang mit der 1031 verlassen. Erstaunt hat mich auch, dass der “Klang” der Dynaudio LS egal was für ein Modell man hat, bemerkenswerte Ähnlichkeiten aufweist. große Dynaudio-Trümmer wie aus der M-Serie klingen vom Charakter her gleich den BM´s und sogar Home-Speaker und Car Audio Speaker erkennt man sofort.

Ich habe ein paar LS in der 1031-Klasse angehört und getestet, die Dynaudio LS haben mich sehr beeindruckt, weil sie tendentiell “flat” klingen und etwas gedeckt in den Höhen. Nachdem ich jetzt 2 Jahre damit arbeite, hier meine Erfahrungen damit:

Entscheidung für die AIR 15 -

Ich habe wie gesagt viele verschiedene LS getestet, bin dabei bei einer alten BM-6 hängen geblieben, welche mir von Klangbild sehr zugesagt hat. Jedoch konnte mich diese Box im Bassbereich nicht überzeugen. Die MK-II Version war hier deutlich besser, aber hier gefiel mir das Zusammenspiel aus Bass/Mitten nicht. Da ich audiomäßig komplett digital arbeite, ist mir die AIR-Serie ins Auge gefallen. Die AIR-Serie hat digitale Inputs und außerdem viele Anpassungsmöglichkeiten auf der digitalen Ebene, wie z.B. Room management und Setup-Management(man muss also später nicht nocheinmal neu Audio-Kabel verlegen, wenn man das Setup auf Mehrkanal aufrüstet).

 

Klang und Handling -

Die anpassung an die Raumgegebenheiten finden einfach und schnell über das Menü an der Master-Box statt. zum besseren positionieren, können die Boxen Rauschen erzeugen. Trotz perfekter Aufstellung meint man am Anfang, die Boxen bilden die Stereomitte etwas diffus ab, Höhen sind sehr weich, Bässe ansatzweise mulmig. Alo wird man im Mix versuchen Bässe zu straffen, den Sound “frisch” klingen zu lassen und Schallquellen klar zu strukturieren, auch in der Tiefenstaffelung; ja in der Tat muss man sich Im Gegensatz zu den Genelec bei den Dynaudios etwas Anstrengen um einen guten Sound im Mix zu erzielen. Dies zahlt sich aber hinterher mehr als aus. Wenn man zur Gegenkontrolle auf die 1038 umschaltet, hört man direkt, was man geleistet hat.

Gerade bei niedrigen bis mittleren Lautstärken ist das AIR15 Pärchen sehr gut zum dauermixen geeignet. Metal und Rock-Gitarren – alles kein Problem mehr. Wenn es bei den 1031 nach einiger Zeit zu Ermüdungserscheinungen im Ohr gekommen ist, treten diese bei den AIR15 viel später bis gar nicht auf. Wenn man dennoch einmal den tiefbass Bereich beurteilen will, empfehle ich auf einen anderen Monitor, oder eine Abhöre mit Subwoofer umzuschalten.

 

Fazit -

Sehr empfehlenswert!

 

Grüße

 

David Buballa

Neues Equipment

21. Februar 2012

Ich wollte nur einmal gerade vermelden, dass wir dieses Jahr in gewaltig neues Equipment investiert haben. Was es nun neues gibt:

Komplette Neumann Kleinmembran-Mikrofon Ausstattung (4x KM184)

RME- Fireface UFX (das leistungsstärkste Interface auf dem Markt)

Genelec 1038 Hauptmonitor-System

Diese Werkzeuge wurden mit den gerade fertig gewordenen Produktionen teilweise eingeweiht.

Nun steht das Design des neuen ControlRooms an.

Rock On

David

Fukushima und die erneuerbaren Energieen

05. April 2011
also 2ter Versuch:
Das Moburec. Tonstudio Mainz hat beschlossen komplett grüne Energie zu verwenden, daher haben wir uns heute den Strom von Naturstrom bestellt und RWE abgegeben. Tja, was soll ich sagen, ich finde es fast schon peinlich, das wir die RWE so lange unterstützt haben.
Ich selbst hab es ja nicht so mit verträgen und Zettelwirtschaft, geschweige denn Versorger-Verträgen, daher war ich um so erstaunter, wie einfach der Wechsel ist:
Einfach auf die Page von Naturstrom gehen, dann Formular online ausfüllen mit Telefonnummer und Bankdaten zum Einzug, abschicken – fertig.
Echt krass! Nun sind wer grün….GRÜÜN!!!!
Energetische Grüße
David

Das Studio in Umbau 2010/2011

21. Dezember 2010

Hallo Leute,

für alle die sich fragen, was hier abgeht… denen sei gesagt:

Das Moburec Tonstudio Mainz wird gerade neu gebaut. Es entsteht ein Controlroom mitlerer bis großer Größenordnung(>50qm) und ein akustisch optimierter Aufnahmeraum.

Verschiedene Produktionen werden aber während der Umbaumaßnahmen noch am alten Standort durchgeführt wie zum Beispiel die 2011er Powerwolf Produktions-Aufnahmen oder verschiedene Bands und Künstler im Rock´n´roll Bereich.

Das neue Studio wird eine Fernfeld-Abhöre (Genelec 1038B) beherbergen, sowie auf der Fireface Technologie von RME-Audio basieren (2x Fireface 800 mit insgesamt über 100 Channels). Kanal-Inputs von Joemeek, Neve, ADT-Audio und Focusrite runden das neue Studio hinsichtlich technischer Fähigkeiten ab. Die bewährte Abhöre Dynaudio AIR 15 wird weiterhin zur Verfügung stehen. Ein neues Lexicon-Effektgerät und eine 2,60m lange und 240kg schwere EMT 140 Hallplatte mit Röhrenverstärker werden die Effektsektion abrunden.

Das wichtigste wird jedoch die optimierte Raumakustik.

Bis nach dem Umbau ;O)

David Buballa

richtig Vorproduzieren, warum und wieso

23. Mai 2010

In der letzten Zeit erreichen mich einmal wieder mehrere “Wir haben das schon aufgenommen, aber der mix iss nich gut geworden, kannst du das nochmal mixen?”-Anfragen. Und weil ich dann, nach dem Hören des Materials meistens feststelle dass der Mix den gewünschten Sound deswegen nicht hergibt, weil schon bei der Aufnahme viele Fehler gemacht wurden lege ich nur jedem Musiker ans Herz:

Jeder der eine Platte oder Songs aufnehmen will, sollte das Material vorproduzieren. Wenn ich solche(oben erwähnten) Anfragen bekomme, ist das quasi meist die Vorproduktion(die hört sich dann auch immer so an), nur dass im Glauben “die fertige Aufnahme” zu erarbeiten, die meisten Bands/Musiker einfach enttäuschend viel Arbeit und damit Zeit und Geld in so etwas hineinstecken, und hinterher eben doch nicht zufrieden sind.

Im Fazit sieht das dann auch dementsprechend aus: Repariert werden kann nur in engen Grenzen, vieles muss/müsste neu aufgenommen, geschnitten und korrigiert werden. Das ist eigentlich immer zu teuer, so dass es so bleibt, und bei den Künstlern der Frust einsetzt. Dieser richtet sich dann sogar meistens gegen die Band/Kapellen-Kollegen. Aber Leute.. hey, das muss ehrlich nicht sein!

Eine Vorproduktion ist die Vorstufe zur Produktion. Die Sounds müssen nicht 100%ig stimmen, und die Sachen müssen auch nicht so qualitativ hochwertig aufgenommen und bearbeitet sein. Hier geht es lediglich darum, die Idee als solches und in ihrer Gesammtheit zu erkennen, und Trends festzulegen!

Dies ist schon mit relativ wenig Zeit- und technischem Aufwand zu realisieren. Anleitungen und Tips gebe ich gerne, wenn Ihr zu mir Kontakt aufnehmt!

Dann die Produktion: Die Produktion wird viel besser wenn ein aussenstehender zur Durchführung herangezogen wird. Erfahrungsgemäß ist das in 99,6% der Fälle so ;O). Technisch gesehen ist ein Tontechniker auch in jedem Fall einem beteiligten Musiker vorzuziehen, da er weis wie die Sachen die bei der Vorproduktion probiert und ausgetüftelt wurden zu erreichen sind. Dazu muss man eine soche Vorproduktion natürlich mit dem Techniker durchgehen.

Eine Stereo-Proberaumaufnahme ist keine Vorproduktion in diesem Sinne, hier ist der Sound meistens so mies, dass Melodieen nicht erkannt und Sounds nichtwargenommen werden können. Daher rate ich vor herangehen an eine Produktion den Fachman zu Rate zu ziehen.

In diesem Musikalischen Sinne

Grüße

David Buballa

dipl. audio engineer

www.tonstudio-mainz.de